Wie Sie am besten Ihr Gartenhaus heizen

Der Sommer rückt immer näher und langsam steigen die Temperaturen in Deutschland. Mit dem aufklärenden Himmel kommt wieder die Lust, mehr Zeit an der frischen Luft zu verbringen. Wenn Sie zu den 7,92 Mio. Deutschen gehören, die gerne mehrmals wöchentlich ein wenig Arbeit im Garten verrichten, dann ist ein gemütliches Gartenhaus für Sie ein Muss. Zum Sommer hin wird dieses nicht nur zum Verstauen von Arbeitsgeräten benötigt, sondern bietet einen idyllischen Rückzugsort für alle Naturliebhaber mit grünem Daumen. Wer gerne mehr Zeit in seinem kleinen Häuschen verbringt und es zusätzlich als Wochenendbleibe oder Partyhütte benutzt, braucht allerdings unbedingt die passende Heizung für sein Gartenhaus. Damit Sie und Ihre Gäste sich dort wohlfühlen, sollte nämlich eine gemütliche Raumtemperatur gehalten werden. Wie Sie am besten Ihr Gartenhaus heizen, erfahren Sie in diesem Ratgeber.

Wie Gartenhäuser früher und teilweise bis heute beheizt werden

In Deutschland gibt es rund 1 Million Pächter von Kleingärten, die unter dem Dach des Bundesverbandes Deutscher Gartenfreunde organisiert sind. Mit ihren Familien und Freunden sind es rund 5 Millionen Menschen, die Kleingärten und Gartenhäuser auf vielfältige Weise nutzen.

Waren es früher eher spartanische Häuschen und Hütten, die vorwiegend am Wochenende für Erholung und Feiern dienten, haben sich die Häuser und Nutzungsweisen stark weiterentwickelt. Sie wurden immer komfortabler in der Einrichtung und zudem auch immer besser isoliert. Es fand eine richtige Entwicklung zum „kleinen Eigenheim“ statt. Unabhängig von der Größe – eher vom Komfort und der Nutzung.

So fehlte es früher an den einfachsten Dingen, wie z.B. Strom, Gas und teilweise fließend Wasser. Dies hatte zur Folge, dass man sich sowohl beim Licht, als auch bei der Wärme und dem Beheizen auf einfachste Weise behalf. Es wurden Kerzen und Petroleumlampen für gemütliches Licht und die typischen Gasheizöfen mit der Propangasflasche für die Wärmegewinnung als Heizung genutzt. Simpel und effektiv – und oft bis heute in Verwendung.

Doch diese Arten von Wärmegewinnung hat auch viele Nachteile. So müssen Propangasflaschen besorgt und transportiert werden und die Geräte nehmen in der Hütte oder dem Häuschen deutlich Platz weg. Zudem verbraucht z.B. ein Gasofen Sauerstoff im Raum, erhöht deutlich die Luftfeuchtigkeit und das Kondenswasser, sowie produziert er bei einer unvollkommenen Verbrennung ggf. CO Kohlenstoffmonoxid, wie ein Heizpilz. Trotz der nachteiligen Punkte möchte man diese direkte und schnell warme Wärmequelle nicht missen.

Zwei moderne Alternativen, um Ihr Gartenhaus zu beheizen

Mittlerweile hat so jedes Gartenhaus einen Stromanschluss. Egal, ob es das kleine Häuschen im heimischen Garten ist, oder das echte Gartenhaus in der Kleingartenanlage mit Satellitenfernsehen und allen Annehmlichkeiten. So bietet sich für die heutigen und mehrheitlich ordentlich isolierten Gartenhäuser eine sehr gute und kostengünstige Alternative wie Sie komfortabel heizen können. Das Heizen mit Infrarot bietet hier tolle Techniken und Alternativen, um eine angenehme Wärme und schnelle Wärme im Raum zu haben, ganz ohne Kondenswasserbildung.

Dabei gibt es zwei grundlegende Infrarottechniken, welche sich unterschiedlich eignen…

  • je nach Art des Gartenhauses
  • je nach dessen Isolierung
  • je nach Art der Nutzung

Die zwei Infrarot-Techniken:

  • Infrarotheizungen (langwellig und für den Innenbereich)
  • Infrarotheizstrahler (kurzwellig und für Innen- + Außenbereich)

Die Infrarotheizung als ideale Heizung für Gartenhaus und Co.

Infrarotheizungen stellen die ideale Heizung für Gartenhaus, Datsche und Ferienwohnung dar. Denn als Elektroheizung genügt für den Anschluss des Heizkörpers eine herkömmliche Steckdose. Sobald der Netzstecker der Wärmewellenheizung eingesteckt ist, gibt sie sonnenähnliche Strahlen ab – zu vergleichen mit der gemütlichen Wärme eines Holz-Kamins. Mittlerweile sind Holzwände mit Wandstärken von um die 3 cm die Regel. Diese isolieren bereits gut, sodass bei längeren Aufenthalten mit einer Infrarotheizung das Gartenhaus gut erwärmt werden kann. Da in der Regel jedes Gartenhaus schon über Stromleitungen verfügt, um elektrische Gartengeräte zu betreiben oder Lichtquellen bzw. eine Musikanlage anzuschließen, können Sie außerdem auf eine aufwendige Installation von zusätzlichen Heizungsleitungen verzichten.

Auch auf engstem Raum Ihr Gartenhaus heizen

Ein weiterer Vorteil der praktischen Heizung für Gartenhaus und Co. liegt in ihrer platzsparenden Montage. Diese stellt besonders in kleineren Hütten ein Segen dar. Denn anhand der mitgelieferten Halterung können Sie die Heizkörper an der Wand oder Decke befestigen. Ihre geringe Tiefe lässt sie mit der umgebenden Fläche verschmelzen, wodurch sie unauffällig Wärme spenden. Viel kompakter und ästhetischer als herkömmliche Gas Heizungen. Dank dieser fortschrittlichen Lösung können Sie auch auf engstem Raum Ihr Gartenhaus heizen. Gartenhäuser mit wenig Platz für Dekoration sehen außerdem mit den richtigen Heizkörpern gleich viel wohnlicher aus. Infrarotheizungen gibt es nämlich als Bild mit jedem vorstellbaren Motiv oder samt schicker Spiegeloptik. Durch die vielfältige Gartenhaus Heizung wird Ihre Einrichtung bereichert und Sie fühlen sich in Ihrer kleinen Hütte wie zuhause.

Die kostengünstige Heizung für Gartenhaus, Wochenendbleibe und Partyhütte

Dabei ist die dekorative Heizung für Ihr Gartenhaus nicht nur ein schöner Blickfang, sondern hilft Ihnen auch, Kosten zu sparen. Denn es wirken mehrere Faktoren zusammen, die Infrarotheizungen zu einer günstigen Wärmequelle beim Gartenhaus Heizen machen. Zum einen stellt die Anschaffung keine große Investition dar, da der Kaufpreis der einzelnen Geräte vergleichbar gering ist. Je nach benötigter Heizleistung geben Sie pro Infrarotheizung wenige Hundert Euro aus. Hinzukommt, wie oben beschrieben, der Verzicht auf eine kostspielige Installation. Der einfache Anschluss per Netzstecker oder direkt an den bestehenden Stromkreis spart Ihnen eine Menge Zeit und Geld.

Obwohl die Heizkosten natürlich von der Größe und Isolierung bzw. Dämmung Ihres Gartenhauses abhängen, begünstigt die effiziente Funktionsweise der watt-starken Heizungen zudem einen preiswerten Betrieb. Da ihre Heizleistung nicht von der Temperatur der Raumluft abhängt, muss diese für eine gemütliche Wärmewirkung nicht zuerst beheizt werden. Der eingesetzte Strom wird fast vollständig in Wärme verwandelt, die dank Infrarot Strahltechnik auch direkt bei den Personen im Gartenhäuschen ankommt. Ganz schnell – ohne lange Aufwärmphase. Diese unmittelbare Heizleistung wird zudem durch eine sekundäre Verbreitung der Wärme verstärkt. Denn alle Flächen und Gegenstände im kleinen Haus nehmen die Strahlen der Infrarot Heizung auf und geben dabei eigene Wärme ab. So entsteht eine 360° Wärmewirkung, die Sie von allen Seiten umgibt. Die erwärmte sowie ausgetrocknete Luft einer Konvektionsheizung werden Sie also nicht vermissen.

Gegenüber sonst üblichen Gasheizöfen, haben Infrarotheizungen den Vorteil, dass Sie weder CO noch CO2 produzieren, die eine große Gesundheizgefahr darstellen. Dies ist ein enormer Sicherheitsvorteil gegenüber den Gasöfen. Wie der Presse regelmäßig zu entnehmen ist, kommen solche CO Unfälle in Gartenhäusern häufiger vor. Jedoch nicht mit Infrarotheizungen. Ein starker Sicherheitsgewinn. Zudem haben elektrische Wärmewellenheizungen den Vorteil, dass sie ohne Gasflasche betrieben werden. D.h. Sie müssen keinen Brennstoff nachkaufen oder ständig den Füllstand der Flaschen kontrollieren. Genießen Sie einfach unbeschwert die natürliche Wärme.

Ökologischer Betrieb der Infrarot Gartenhaus Heizung

Wer sein Gartenhaus auf lange Sicht nicht nur kostengünstig und bequem, sondern auch nachhaltig heizen möchte, sollte die Installation von Solarmodulen in Betracht ziehen. Anhand von Photovoltaik können Sie nämlich die natürliche Wärme der Sonne nutzen, um selber Energie zu produzieren. Dieser Strom kann dann gut verwendet werden, um Gartenhäuser mithilfe von Elektroheizungen zu beheizen oder diverse Arbeitsgeräte zu betreiben. Da Sie eher zur warmen Jahreszeit und nicht allzu oft im Winter ihre kleine Gartenhütte aufsuchen, profitieren Sie von den intensivsten Strahlen der Sonne und erhalten eine gute Energieausbeute.

Dank der durchdachten Funktionsweise von Infrarotheizungen wird der erzeugte Strom auch wirtschaftlich in Wärme umgewandelt. Noch effizienter arbeitet die besondere Gartenhaus Heizung in Kombination mit intelligenten Thermostaten. Diese werden so programmiert, dass die Heizkörper nur bei Bedarf laufen und eine optimale Raumtemperatur halten. So wird Ihr Häuschen beispielsweise für den Wochenendbesuch automatisch vorgewärmt, ohne dass Sie in der Nacht oder zu anderen Tagen unnötig Energie verheizen.

Infrarotheizungen & Infrarotstrahler » Zwei Möglichkeiten, Ihr Gartenhaus mit Wärmewellen zu heizen

Neben der oben näher beschriebenen Wärmewellenheizung, gibt es eine weitere Alternative, um Ihr Gartenhaus mit Infrarotstrahlung zu beheizen. Infrarotstrahler sind nämlich für den Gebrauch im Außenbereich konzipiert. Dafür setzen sie kurzwellige Strahlung ein, die z.B. auch im Falle von Wind gezielt bei den anwesenden Personen ankommt. Diese leistungsstärkeren Geräte können aber genauso sicher in geschlossenen Räumen eingesetzt werden wie Infrarotheizungen. Sie eignen sich also ideal für Gartenhäuser mit dünneren Wänden und geringerer Isolation. Infrarot Heizstrahler gibt es zur festen Anbringung an Wand oder Decke sowie als flexible Standgeräte. Die unterschiedlichen Vor- und Nachteile der Infrarot Wärmequellen können Sie der untenstehenden Tabelle entnehmen:

Gartenhaus Heizung Infrarotstrahler Infrarotheizungen
Bauweise
  • Carbon Röhre oder Ultra Low Glare Heiztechnik
  • Reflektor zur effizienten Verteilung der Wärme
  • Schutzgitter für zusätzliche Sicherheit
  • Breitflächiges Carbongeflecht zur Wärmeerzeugung
  • Heizfläche aus Metall- oder Keramik
  • Zusätzliche Isolation zur Reflexion der Wärme nach vorne
Eigenschaften
  • Leuchtende Röhre
  • A-Strahlung, kurzwellig
  • 300 – 600°C Oberflächenhitze
  • Kein Leuchten sichtbar
  • C-Strahlung, langwellig
  • Oberflächenwärme von 85 – 105°C
Stärken
  • Sofortige Wärme binnen Sekunden
  • Gezieltere Wärmewirkung
  • Höhere Heizleistung
  • Kurzwellige Strahlung vor Wind resistent
  • Sofortige Wärme ohne Aufwärmphase
  • Mit Wasserschutz
  • Auch zum Einsatz in Gartenhäusern mit geringerer Isolation geeignet
  • Betrieb ohne Lichterzeugung
  • Abwechslungsreiche Designs wie Spiegelheizungen oder Infrarotheizung Bilder
  • Sanfte Strahlen auch bei dauerhaftem Einsatz sehr angenehm
  • Gehäuse je nach Modell gegen Wasser resistent IP
  • Sehr gute Steuerung und Programmiermöglichkeit per Thermostatsteuerung
  • Für dauerhaftes Beheizen (Grundtemperatur, Anwesenheitstemperatur)
Schwächen
  • Sichtbares Licht beim Heizvorgang
  • Als Heizstrahler erkennbar, keine dekorative Tarnung als Spiegel etc. möglich
  • Nicht für dauerhaftes, selbständiges Heizen
  • Niedrigere Heizleistung
  • Keine Windresistenz wegen langwelliger Strahlung – eher für gut gedämmte Gartenhäuser
Designs
  • Fester Heizstrahler für Wand und Decke
  • Flexible Standheizstrahler
  • Geräte mit manueller Temperaturregelung
  • Gartenhaus Strahler mit Fernbedienung
  • Steuerung per Bluetooth App möglich
  • Infrarot Spiegelheizungen
  • Infrarotheizung Bild mit Wunschmotiv
  • Klassische Wand und Decken Heizungen aus Glas & Metall
  • Hybridheizungen mit zusätzlicher Konvektion
  • Flexible Aufstellung auf Standfüßen möglich
  • Funkthermostat für einen effizienten Heizvorgang

Rufen Sie uns gerne an, wenn Sie noch Fragen haben: +49 (0)5246 – 93 55 625

Bildquelle: Fotolia

Datei: #137339438 | Urheber: Bumann

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2018-03-16T10:01:04+00:00 Praktische Tipps & Sparen|Kommentare deaktiviert für Wie Sie am besten Ihr Gartenhaus heizen