Solar Solutions Düsseldorf 2025: Elektrische Wärmetechnik trifft Praxis
Neue Wärmeoffensive als starker Impulsgeber
Am 3. und 4. Dezember 2025 wurde die Messe Düsseldorf erneut zum Treffpunkt der Branche – mit einem klaren Schwerpunkt auf solarelektrischer Wärmetechnik. Neu in diesem Jahr: ein eigenes Seminarforum, die “Wärmeoffensive – Elektrisch heizen mit Photovoltaik und Infrarot” in der Green HVAC Seminar Area (Halle 13), welche als Initiative erstmals in dieser Form umgesetzt wurde.
Im Zentrum des Fachprogramms stand die Frage, wie elektrische Wärme in Kombination mit Photovoltaik praxistauglich und wirtschaftlich umgesetzt werden kann. Der Fokus lag dabei auf PV-Installateuren und Elektrofachbetrieben, die sich erstmals intensiver mit elektrischen Heizsystemen beschäftigen oder ihr Portfolio gezielt erweitern möchten. Anhand konkreter Beispiele wurde gezeigt, wie sich solarelektrische Wärmelösungen planen, in bestehende PV-Anlagen integrieren und als zusätzliches Geschäftsfeld erschließen lassen.
In den Tagen vor der Messe wurde zudem in einer öffentlichen Debatte erneut über Technologieoffenheit und die Praxistauglichkeit von Vorgaben im Gebäudesektor diskutiert, unter anderem bei einer CDU-Parteipressekonferenz am 01.12.2025 mit Carsten Linnemann und Ina Scharrenbach. Thematisiert wurden dabei insbesondere die Herausforderungen im Gebäudebestand sowie die Frage nach wirtschaftlich tragfähigen Lösungen. Diese Diskussion war auch auf der Solar Solutions deutlich spürbar. In vielen Fachgesprächen ging es weniger um “die eine” universelle Heizlösung, sondern vielmehr um passende Systemkonzepte, die sich an Gebäudetyp, Nutzung und baulichen Gegebenheiten orientieren und in der Praxis bezahlbar umsetzbar sind.
Vortrag von Dr. Jan Motschull: Infrarotheizungen im Zweckbau und in der Sanierung
Im Rahmen des Fachprogramms der Wärmeoffensive sprach Dr. Jan Motschull, Geschäftsführer der MankeTech GmbH mit der Marke VASNER, am 04.12.2025 um 11:40 Uhr über das Thema “Infrarotheizungen im Zweckbau und in der Sanierung von großen Immobilien”. In seinem Vortrag stellte er zwei Referenzprojekte vor, bei denen Infrarotheizungen in Kombination mit Photovoltaik erfolgreich in großen Gebäuden umgesetzt wurden. Anhand dieser Praxisbeispiele zeigte er auf, wie sich solarelektrische Heizsysteme als funktionierendes Gesamtsystem planen und betreiben lassen.
Im Mittelpunkt standen konkrete Praxisfragen: Wie lassen sich Infrarotheizung + Photovoltaik + Batteriespeicher zu einer effizienten und wirtschaftlichen Gesamtlösung verbinden? Wo liegen die Vorteile in Sanierung und Zweckbau – und wie kann elektrische Wärme dazu beitragen, den Eigenverbrauch zu erhöhen, die Energieabhängigkeit zu reduzieren und Projekte einfacher in bestehende Strominfrastrukturen zu integrieren?


Eindrücke von der Messe:
Großer Informationsbedarf spürbar und genau das ist die Chance
Unseren Eindrücken zufolge standen viele Besucher noch ganz am Anfang bei der Einordnung von Infrarotheizungen und ihren Möglichkeiten. Entsprechend waren vor allem Einstiegsvorträge besonders gut besucht, zum Beispiel zu den Fragestellungen “Was ist eine Infrarotheizung?” und “Wie wirkt sie?”. Das ist ein klares Signal, dass der Markt Orientierung und Grundlagenwissen stark nachfragt.
Genau hier war die Wärmeoffensive eine wertvolle Chance, um den Einstieg zu finden, Potenziale zu erkennen und konkrete Einsatzfelder zu verstehen. Das gilt für Wohngebäude ebenso wie für größere Bestandsimmobilien und Projekte im Zweckbau.
Relevanz für Fachbetriebe: PV und Infrarot als nahtloses Gesamtsystem
Für Solar- und Photovoltaik Installationsbetriebe sowie für Elektrofachbetriebe ist die Kombination aus Photovoltaik und Infrarotheizung besonders interessant, weil sie sich als Zusatzprodukt nahtlos in das bestehende Leistungsspektrum integrieren lässt. Das eröffnet einen praxisnahen Einstieg in den elektrischen Heizungsmarkt. Gleichzeitig entsteht ein Systemansatz, der den selbst erzeugten Photovoltaik Strom gezielt für Wärme nutzbar macht.
Einordnung zur Wirtschaftlichkeit: Impulse aus Vortrag und Studie
Auch die Wirtschaftlichkeit war ein wiederkehrendes Thema. Prof. Dr. Kosak zeigt in seinem Vortrag auf Basis einer Studie zur Wirtschaftlichkeit von Heizsystemen, dass die Kombination aus Photovoltaik und Infrarotheizung insbesondere im Neubau als das kostengünstigste und wirtschaftlichste Heizsystem eingeordnet werden kann. Im direkten Vergleich liegt diese Systemlösung damit vor der Wärmepumpe und unterstreicht den deutlichen Kostenvorteil solarelektrischer Infrarotheizkonzepte.
Fazit: Elektrisches Heizen mit PV ist ein zentraler Baustein der Wärmewende
Die Solar Solutions Düsseldorf 2025 hat gezeigt, dass das Interesse an solarelektrischen Wärmekonzepten weiter wächst und sich viele Fachbetriebe aktiv mit neuen, praktikablen Lösungen für den Gebäudebestand auseinandersetzen. Die große Resonanz auf die Einstiegsformate macht deutlich, wie wichtig verständliche, anwendungsnahe Aufklärung ist – und wie groß das Potenzial für Technologien ist, die sich einfach installieren, modular skalieren und sinnvoll mit Photovoltaik kombinieren lassen. VASNER nimmt aus Düsseldorf viele Impulse mit und wird den Dialog mit Handwerk, Planung und Partnern weiterführen, um elektrische Wärme dort einzusetzen, wo sie technisch und wirtschaftlich überzeugt.
Impressionen & Highlights von der Messe

Sie möchten elektrische Wärme in Ihre Projekte integrieren?
Sei es im Bestand, im Zweckbau oder in Sanierungsvorhaben: Wir unterstützen Fachbetriebe und Planer ebenso wie Privathaushalte dabei, die passende Systemlösung zu entwickeln: von der grundlegenden Einordnung, wann Infrarot sinnvoll ist, über die Konzept- und Auslegungsfragen bis zur praxisgerechten Kombination mit PV und Speicher. Sprechen Sie uns an – gemeinsam prüfen wir, wie sich Eigenverbrauch, Komfort und Wirtschaftlichkeit in Ihrem konkreten Objekt optimal zusammenbringen lassen.








