Experten empfehlen: Die Infrarotheizung als wirtschaftliche und langlebige Alternative zur Wärmepumpe
Volksstimme 04.2024


Die Serie “Gut dämmen – schlau heizen”, veröffentlicht in der Volksstimmenausgabe vom 13.04.2024, behandelt die zunehmende Bedeutung energiesparenden Bauens und wie Infrarotheizungen dabei helfen können, den Wärmebedarf in Neubauten, sowie energetisch exzellenten sanierten Altbauten, zu minimieren. Im Vergleich zur Wärmepumpe wird die Infrarotheizung als vielversprechende Alternative betrachtet, wie der renommierte Architekt und langjährige Energieberater Hans-Joachim Döll erläutert.
Döll hebt besonders die Vorteile der Infrarotheizung hervor: niedrigere Anschaffungskosten von 16.000€ im Vergleich zu 30.000€ für eine Wärmepumpe, keine Folgekosten und geringerer Installationsaufwand. Die flexible Installation als Platten oder Matten ermöglicht sofortige Wärmeabgabe durch Infrarotstrahlung, ohne die Notwendigkeit, Wasserleitungen zu verlegen. Der Material- und Installationsaufwand bei einer Wärmepumpe hingegen liegt bei einer Höhe von ungefähr 30.000 € und das noch exklusive der kombinierbaren Fußbodenheizung (150€ pro Quadratmeter), wozu es im Neubau bisher keine Förderungen gibt.
Weitere Pluspunkte sind die langfristigen Vorteile: obwohl Infrarotheizungen mehr Strom verbrauchen als Wärmepumpen, zeigen die Berechnungen im Artikel, dass sie sich aufgrund der niedrigeren Investitionskosten und einer Lebensdauer von über 30 Jahren finanziell lohnen. Selbst bei einem längeren Amortisierungszeitraum von 32 Jahren ist die Infrarotheizung gegenüber der Wärmepumpe wirtschaftlicher.
Obwohl Luft-Luft-Wärmepumpen auch als Alternative bekannt sind, von der Funktion her eine Art Klimaanlage, die jedoch auch im Winter heizen kann, hebt Döll hervor, dass sie gegenüber Infrarotheizungen im Nachteil sind: geringere Effizienz, Rauschgeräusche, höhere Betriebs- und Wartungskosten, höhere Investitionskosten (liegt ungefähr bei 20.000€), sowie potenzielle negative Auswirkungen auf Allergiker durch Luftwirbel und aufgewirbelten Staub.
Die Erfahrungen einiger Bauherren bestätigen die Vorzüge von Infrarotheizungen, darunter eine gleichmäßige und behagliche Wärme, die sich wärmer anfühlt als die eingestellte Temperatur. Zudem werden Infrarotheizungen nicht nur in Neubauten, sondern auch in energetisch sanierten Altbauten erfolgreich eingesetzt, unterstützt durch die Möglichkeit der Nutzung von Sonnenstromanlagen, wie Photovoltaikanlagen, zur weiteren Kostenreduzierung und Steigerung der Wirtschaftlichkeit.
Fazit: Infrarotheizungen bieten eine vielversprechende Alternative zu herkömmlichen Heizsystemen, mit klaren Vorteilen in Effizienz, Kosten und Komfort. Die niedrigeren Anschaffungs- und Installationskosten im Vergleich zu Wärmepumpen, kombiniert mit ihrer langen Lebensdauer und angenehmen Wärmeabgabe, machen sie zu einer attraktiven Option für Neubauten und sanierte Altbauten.